Rassismus und Intersektionalität:
von Tupoka Ogette - 2022
von Emilia Roig - 2021
Wie erkennen wir unser Privileg? Wie können weisse Menschen die Realität von schwarzen Menschen sehen? Männliche Muslime die von weissen Frauen? Und weisse Frauen die von männlichen Muslimen?
Emilia Roig deckt die Muster der Unterdrückung auf und leitet zu radikaler Solidarität an. Sie zeigt - auch anhand ihrer eigenen Familiengeschichte, in der Rassismus und Black Pride, Trauma und Auschwitz, Homophobie und Queerness, Patriarchat und Feminismus wie unter einem Brennglas aufeinanderprallen - wie sich Rassismus mit anderen Diskriminierungen im Alltag überschneidet.
Ob auf der Strasse, an der Universität oder im Gerichtssaal: Roig schafft ein neues Bewusstsein dafür, wie sich Zustände, die wir für "normal" halten - die Bevorzugung der Ehe, der männliche Körper in der Medizin oder der Kanon der klassischen Kultur - historisch entwickelt haben. Und dass unsere Welt eine ganz andere sein könnte.
von Angélique Beldner und Martin R. Dean - 2021
Für die SRF Tagesschau-Moderatorin Angélique Beldner war es lange undenkbar, sich öffentlich zu Rassismus zu äußern, nicht weil sie ihn nicht erfahren hätte, sondern weil sie nicht wollte, dass die Farbe ihrer Haut eine Rolle in ihrem Leben spielte: So hat sie lange geschwiegen, rassistische Äußerungen entschuldigt, weggesteckt und so versucht, sich dem Schmerz zu entziehen. Doch dann kam der Sommer 2020, und ihr wurde klar: Es reicht! In Der Sommer, in dem ich Schwarz wurde begibt sich Angélique Beldner gemeinsam mit dem Schriftsteller Martin R. Dean auf die Suche nach einer Sprache, in der über und gegen Rassismus gesprochen werden kann. Vor dem Hintergrund ihrer Biographien stellen sie entscheidende Fragen: Wo steht die Schweiz beim Thema Rassismus? Welche Perspektiven, welche Haltungen gibt es? Für wen steht was auf dem Spiel? Angélique Beldner und Martin R. Dean entschieden sich gegen das Wegschauen und das Schweigen und für das Sprechen miteinander, in der dialogischen Form dieses Buches, und zum Lesepublikum, das dazu eingeladen ist, zuzuhören, hinzusehen und die eigenen Positionen zu hinterfragen.
Der Sommer 2020 war der Sommer, nach dem Angélique Beldner und Martin R. Dean nicht länger schweigen konnten Dieses Buch ist eine Einladung, zuzuhören, mitzudenken, vielleicht umzudenken Wo stehen wir heute beim Thema Rassismus? Und wo wollen wir hin?
von Kübra Gümüşay - 2020
Dieses Buch folgt einer Sehnsucht: nach einer Sprache, die Menschen nicht auf Kategorien reduziert. Nach einem Sprechen, das sie in ihrem Facettenreichtum existieren lässt. Nach wirklich gemeinschaftlichem Denken in einer sich polarisierenden Welt.
Kübra Gümüşay setzt sich seit langem für Gleichberechtigung und Diskurse auf Augenhöhe ein. In ihrem ersten Buch geht sie der Frage nach, wie Sprache unser Denken prägt und unsere Politik bestimmt. Sie zeigt, wie Menschen als Individuen unsichtbar werden, wenn sie immer als Teil einer Gruppe gesehen werden – und sich nur als solche äussern dürfen.
Doch wie können Menschen wirklich als Menschen sprechen? Und wie können wir alle – in einer Zeit der immer härteren, hasserfüllten Diskurse – anders miteinander kommunizieren?
von Noah Sow - 2008
In der Schule lernen wir, dass alle Menschen gleich seien. Gleichzeitig lernen wir jedoch »Grundwissen«, das noch
aus der Kolonialzeit stammt. In deutlicher Sprache und mit tiefgründigem Humor entlarvt die bekannte Künstlerin und Aktivistin Noah Sow den Alltagsrassismus in Deutschland.
Rassismus zu bekämpfen heisst zunächst einmal, ihn zu verstehen. Dieser Prozess wird auch für Angehörige der Mehrheitsgesellschaft nicht ganz schmerzfrei vonstattengehen können, aber lohnen wird
es sich für alle.
»Deutschland Schwarz Weiss« wurde seit seiner Erstauflage 2008 zu einem Standardwerk für die Lehre und Diskussion über strukturellen Rassismus in Deutschland und hat bis heute nichts an seiner
Aktualität eingebüsst.
